Die Geschichte vom Land Punskas
Die ältesten Spuren des Lebens auf dem Gebiet von Punskas greifen in 10 000 Jahre v.Chr. Sie wurden in folgenden Dörfern erfunden : Woùyñce, Oszkinie, Wajponie und Szlinokiemie. Im frühen Mittelalter gehörte dieses Gebiet den Jotwingen an.
Die Anwesenheit der Jotwingen beweisen geöffnete Ansiedlungen und Bergschlösser. Das interessanteste Bergschloss befindet sich in der Ortschaft Jegliniec, die 9 km nördlich von Punskas liegt.Am Anfang des 13. Jahrhunderts wurden die Jotwingen durch die Kreuzritter unterworfen, die Besiedlung des Landes war jedoch unmöglich, deswegen wuchs hier bis zum 15 Jh. nur der Urwald. Erst am Anfang des 15. Jh. kamen neue Ansiedler – die Litauer, die aus Merkinë und Punia stammten. Die angekommenen Litauer benannten den örtlichen See Punia, wovon auch die Siedlung ihren Namen angenommen hat.
Im Jahre 1597 baute hier der Forster Stanislaw Zaliwski eine Kirche und gründete zugleich eine neue Pfarrgemeinde. Sonntags und feiertags fanden hier Märkte statt.Im Jahre 1597 wurde in der Kanzlei des Großen Litauischen Fürstentums ein Akt des Königs Sigismuntus III. angefertigt, in dem unter anderem hingewiesen wurde, dass zum Pfarrer der Pfarrgemeinde Punskas beruft werden kann "nicht nur ein Litauer, sondern auch ein Litauischsprachiger".
Es ist nicht bekannt, wann Punskas Stadtrechte verliehen worden sind. Vermutlich geschah das zwischen den Jahren 1597 und 1606, weil in den Dokumenten vom Jahre 1606 schon die Stadtbürger von Punskas erwähnt wurden und im Jahre 1612 wurde Punskas schon als eine Stadt genannt.
Es fehlen genaue Informationen über die Geschichte der Siedlung. Von den Gebliebenen weiß man nur, dass es im Jahre 1700 in Punskas ein Krankenhaus und eine Schule gab.
Dieser Ort entwickelte sich jedoch nie zu einer größeren Stadt, weil er weit von wirtschaftlichen Zentren und auch von wichtigeren Handelsstraßen entfernt war. 1795 zählte Punskas 583 Einwohner und 1827 lebten hier 748 Personen. Im Jahre 1853 verlor Punskas seine Stadtrechte.Die Pfarrgemeinde Punskas zählte im Jahre 1781 schon 8849 Bewohner und hundert Jahre später – 12 000. Im Jahre 1910 wurden zwei neue Pfarrgemeinden gegründet, und zwar in Smolany und Beceily. Zu diesen Gemeinden wurden zum Teil polonisierte Dörfer von Grenzgebieten Punskas angeschlossen. In der Pfarre Punskas blieben 74 Dörfer mit 7044 Leute.
Eine große Bedeutung für die Entwicklung der Geschichte des Landes hatte der Herrenhof in Seiwy und Wizajny.
Seit dem 15 Jh. bis 1795 gehörte das Land Punskas dem Großen Litauischen Fürstentum an. Nach dem I. Weltkrieg sprachen sich die Litauer von Punskas für die Angehörigkeit dieses Landes zum wiederaufgebauten und unabhängigen Staat Litauen aus.
Als Abgeordneter von Punskas zur Vilniuser Konferenz im Jahre 1917 wurde Priester Dekan Motiejus Simonaitis gewählt. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Punskas. Der erste Gemeindevorsteher von Punskas war Petras Pacenka.Seit 1920 gehört Punskas und seine Umgebungen dem polnischen Staat an. Vor dem 2. Weltkrieg hatte sich hier die Tätigkeit der Laienkunst entwickelt. Hier funktionierte auch die litauische Genossenschaft "Der hl. Kazimieras". Während des Krieges war die litauische Gemeinschaft "Talka" tätig, der Handel wurde jedoch zum großen Teil von Juden geführt. Die Juden bildeten die Mehrheit der Bewohner von Punskas, aber infolge des 2. Weltkrieges sind sie zerstreut worden. Von ihrer Existenz zeugt der sich in der Nähe von Punskas befindende judische Friedhof.
Punskas und seine Umgebungen bewohnten auch Deutsche. Ihre Friedhöfe befinden sich in Punskas und im Dorf Polunce.